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Sep 18

Wer leuchtet, lebt länger – Neon

Es ist Herbst und die Tage werden immer kürzer. Somit fährt man auch immer mehr in der Dunkelheit. Die Motorradfahrer gehören leider zu den stärker gefährdeten Verkehrsteilnehmern. Bei Unfällen ist es leider sehr häufig der Fall, dass Motorradfahrer einfach von anderen Verkehrsteilnehmern nicht oder nicht rechtzeitig gesehen werden.

Deshalb ist es gerade im Dunkeln sehr wichtig, die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer auf einen zu lenken. Das beste Mittel, um das zu verhindern, ist es die coole Farbe Schwarz anzuziehen. Man kann einfach selbst einmal andere Motorradfahrer beobachten und sich dabei Fragen ob man diese gut gesehen hat.

Wem etwas an seinem Leben liegt, der sollte im Dunkeln auf sich aufmerksam machen, indem er beispielsweise helle Farben und reflektierende Elemente in seiner Kleidung mit sich führt.

Das schnellste Mittel, um so auf sich aufmerksam zu machen, ist eine gelbe Warnweste zu tragen. Die Sicherheitswesten, die man als Autofahrer mit sich führt, sind normalerweise jedoch nicht zum Motorradfahren geeignet. Solche Westen lassen sich nicht ordentlich schließen, flattern starkem Wind und sind meist nicht aus besseren und reissfesten Materialien gefertigt. Für Motorradfahrer gibt es jedoch passende Westen, die dann allerdings auch mehr als nur 3 € kosten. Diese liegen in der Regel preislich zwischen 15 und 100 €.

Die besten im unteren Preissegment müssen jedoch nicht schlecht sein. Und eine besonders lange Haltbarkeit ist vielleicht gar Unsinn, da die Leuchtkraft der Westen im Laufe weniger Jahre stark abnimmt und diese natürlich auch durch Straßenschmutz und Insekten leicht verdrecken. So eine Weste sollte, wenn möglich, mit der Jacke an probiert werden. Es ist wichtig, dass die Weste nicht im Wind flattert. Es ist auch sinnvoll, sich im Geschäft einmal hinzusetzen, da man auf dem Motorrad ja auch nicht steht und die Kleidung dann ganz anders fällt. Je nach Jacke, kann man auch berücksichtigen, ob man noch gut an seine Taschen herankommt.

Meinen persönlichen Favoriten – im unteren Preissegment – habe ich bei Spätzünder in München gefunden. Leider befindet sich die Weste nicht in deren Onlineshop. die Weste ist günstig, weil sich darauf das Firmenlogo befindet, aber das stört mich überhaupt nicht, zumal Spätzünder ein wirklich empfehlenswerter Motorradshop in München ist.

Die vermutlich teuerste Weste, ist von der Firma Stadler. Ich persönlich finde jedoch, dass diese unverhältnismäßig teuer ist (ca. 100 €) und man für weniger Geld annähernd gute Westen bekommt.

Als Alternative zu den Westen, kann man sich natürlich auch gleich eine ganze Jacke in Neonfarbe zulegen. Natürlich muss man auch hier bedenken, dass diese gelben Jacken relativ schnell verschmutzen und die Leuchtkraft in wenigen Jahren abnimmt. Ein Vorteil von Jacken ist, dass es mehr Leuchtfläche gibt und man kein zusätzliches Kleidungsstück trägt.

 

 

Im unteren Preissegment kann man die Probiker Neon Textiljacke von Louis empfehlen. Es ist eine Ganzjahresjacke, mit herausnehmbaren Innenfutter. bei Temperaturen über 24° kann man mit dieser Jacke aber auch leicht ins schwitzen kommen.

Im oberen Preissegment findet man beispielsweise die Jacke Hi-Vis, der Firma Stadler. In diesem Fall selbstverständlich mit hochwertigen Materialien, die beispielsweise GoreTex.

Stadler Hi Vis

Wer eine neonfarbene Jacke sucht, der sollte auch unbedingt bei Hein Gericke vorbeischauen, denn dort gibt es schon seit längerer Zeit gute Jacken in verschiedenen Preisklassen.

Natürlich ist eine neonfarbene Weste oder Jacke nicht das einzige, womit man auf sich aufmerksam machen kann. Der Helm, als höchster Punkt auf dem Motorrad, macht auch sehr viel aus. Es muss nicht unbedingt in Neonfarben sein, obgleich das vielleicht am auffälligsten ist. Ein heller Helm bringt auch schon etwas. Und ein weißer Helm mit einem Muster ist auffälliger, als ein purer weißer Helm. Leider ist es auch bei den Helmen so, dass die Neonfarbe schon nach einem Jahr stark verblasst sein wird.

Eine weitere und sehr günstige Methode auf sich aufmerksam zu machen, ist es Reflektionsstreifen am Motorrad anzubringen. Es gibt beispielsweise bei Louis silberner Streifen, die angebracht auf ebenfalls silbernen Motorradteilen, tagsüber so gut wie nicht zu sehen sind, jedoch in der Nacht eine sehr gute Reflektionswirkung haben. Es gibt auch rote Reflektionsstreifen, die man aber laut Straßenverkehrsordnung nur hinten anbringen darf. (Im übrigen steht in der Straßenverkehrsordnung auch, eine nicht so ganz nachvollziehbare Regelung, dass es so einen „Reflektor“ nur mittig geben darf. Ich glaube aber kaum dass man deswegen Ärger bekommt, weil es ein absolut passives Element ist, dass offensichtlich der Verkehrssicherheit dient)

Hein GerickeEine weitere und auch sehr kostenintensive Variante, auf sich aufmerksam zu machen, sind Zusatzscheinwerfer. Ich möchte an dieser Stelle gar nicht weiter darauf eingehen. Dies ist ein eigenes, sehr kompliziertes und umstrittenes Thema, da viele Lösungen nicht mit der Straßenverkehrsordnung vereinbar sind. Wen das aber interessiert, der sollte vielleicht einen Blick auf die LED Scheinwerfer von Motobozzo zu werfen.

1 Kommentar

  1. Q.Treiber

    Bevor ich so eine Papageienjacke überziehe werde ich zum Dosenfahrer.

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